"Problem" Altautoverordnung
 

Die geltende Altautoverordnung kann einem Oldtimerfreund das Leben schwer machen. Was passiert, wenn ein Vertreter des Landkreises in Ihrer Schrauberwerkstatt erscheint und Ihre Fahrzeuge als Schrott bezeichnet? Sie bekommen dann eine amtliche Frist gesetzt und müssen möglicherweise viele Jahre des Sammelns, Reparierens und Restaurierens innerhalb der gesetzten Frist entsorgen - wenn Sie sich nicht wehren!

Sprechen Sie mit uns! Wir erstellen ein qualifiziertes Gutachten, in dem dargelegt wird, aus welchen Gründen ein oder auch mehrere Fahrzeuge restauriert werden können und eine Restauration sinnvoll ist.

Ein solches Gutachten hat schon oft geholfen, die Behörden davon zu überzeugen, dass es sich bei Ihren Fahrzeugen nicht um Schrott handelt, sondern dass ein historischer und materieller Wert gegeben ist, so dass Ihnen ein Verschrotten der geliebten Stücke erspart werden kann. Gutachten und Beratung können somit helfen, das Schlimmste zu verhindern.

Wichtig dabei ist:

  • Zeigen Sie dem ermittelnden Beamten auf, dass ein Fahrzeug restauriert werden soll.
  • Lassen Sie keinen Zweifel aufkommen, dass Sie die feste Absicht haben Ihre Fahrzeuge wieder Instand zu setzen.
  • Halten Sie dazu schriftlich fest, wann welches Fahrzeug wieder hergestellt werden soll. Manchmal kann eine solcher Plan auch noch im Nachhinein erstellt werden.
  • Aktualisieren Sie diesen Plan regelmäßig und legen Sie ihn im Bedarfsfall dem jeweiligen ermittelnden Beamten vor.
  • Lagern Sie Teile und Fahrzeuge fachgerecht. Aggregate und Fahrzeuge mit Flüssigkeiten, möglichst unter Dach und eventuell in Wannen.
  • Lassen Sie gegebenenfalls Betriebsstoffe ab.
  • Lagern Sie abgemeldete Fahrzeuge nicht draußen. Wenn es aber nicht anders geht, dann wenigsten so, dass sie für fremde Personen nicht sichtbar sind.
  • Laut Gesetz gibt es keine Teileträger! Sorgen Sie also dafür, dass Sie nur Fahrzeuge im Bestand haben, die zur Reparatur vorgesehen sind und lagern Sie Teileträger nicht dauerhaft!

Behörden reagieren empfindlich auf eine Mischung aus Altölsammlungen, undefinierbaren Flüssigkeitsmischungen, Schrottecken, Müllbergen und Altbatterien die ungesichert lagern. Aber bedenken Sie bitte: Die ermittelnden Beamten sind dazu verpflichtet, die Einhaltung des geltenden Rechts umsetzen! Damit aber dennoch ein möglicherweise vorhandener Ermessensspielraum in Ihrem Sinne wohlwollend  ausgelegt werden kann, sollten Sie die nachfolgenden Punkte beachten

  • Keine Altölsammlungen.
  • Keine undefinierbaren Flüssigkeitsmischungen.
  • Keine Schrottecken.
  • Keine Müllberge.
  • Keine Altbatterien in Ecken.
  • Lkw, Busse, Traktoren und selbstfahrende Arbeitsmaschinen sind immer Wirtschaftsgut. Diese Tatsache entbindet Sie aber nicht davon, dass von den abgestellten Fahrzeugen keine Umweltgefährdung ausgehen darf, sondern schützt diese lediglich vor einer Zwangsverschrottung.
  • Nutzen Sie abgemeldete Fahrzeuge, auch wenn der Platz eingeschränkt ist, möglichst nicht als Lagerort für Gegenstände.

Notieren Sie sich in jedem Fall wer bei Ihnen ermittelt hat. Legen Sie nach Möglichkeit ein Protokoll an, und nutzen Sie ein Diktiergerät falls Sie nicht schreiben möchten, oder nehmen Sie die Aktion auf Video auf wenn man Sie lässt. Bitten Sie Freunde oder Bekannte bei der Durchsuchung als Zeugen anwesend zu sein. Jedes Detail der Untersuchung kann wichtig sein. Und zu guter letzt: Ziehen Sie einen Rechtsanwalt zu Rate, denn den brauchen Sie sowieso.